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Panorama Punkt

 
 
 
 
 
 
 
Potsdamer Platz 1, 10785 Berlin
Charlottenburg


Auf dem Hochhaus mit der angedeuteten dunkelroten Klinkerfassade befindet sich ein Aussichtspunkt, der bei flüchtiger Betrachtung des Potsdamer Platzes leicht übersehen wird: der Panorama Punkt.


Mit Europas schnellstem Lift geht es auf 100 m Höhe, und hier oben hat man eine gute Sicht auf die alte Nahtstelle zwischen Ost- und Westberlin: den Potsdamer Platz, den Leipziger Platz, das Kulturforum, das Holocaust-Denkmal, den Marlene-Dietrich-Platz bis hin zum Brandenburger Tor und zum Reichstag. Und falls das Wetter nicht mitmacht – das Oberdeck hat keinen Regenschutz! – kann man hinter Glas einen Kaffee trinken.

Da am Potsdamer Platz nichts – jedenfalls fast nichts – mehr so aussieht wie vor dem 2. Weltkrieg, kann man oben auf dem Panorama Punkt auch eine nette Foto-Dokumentation über die Veränderung durch Welt- und Kalten Krieg betrachten. Als Orientierung kann da das Weinhaus Huth dienen, denn dieses Haus ist das einzige, das seit über 100 Jahren an seinem angestammten Platz steht. Für dieses Puzzle sollten Sie sich aber eines Fremdenführers bedienen – sofern es Sie interessiert.

Historie
Der Potsdamer Platz hat seinen Namen vom Potsdamer Tor, und dieses war das Tor in der Akzise-Mauer in Richtung Potsdam. Wesentlich bekannter ist wohl das Brandenburger Tor, das ebenfalls ein Zoll-Tor, eben nur ein schöneres, war. Über diesen Potsdamer Platz verlief dann auch die Potsdamer Straße Richtung Potsdam, die Reichsfernstraße 1, die einmal quer durchs Deutsche Reich von Königsberg nach Aachen ging. An diese erinnert nur ein kurzes Stück „Alte Potsdamer Straße“ am Eingang zum Panorama Punkt. Diese alte Potsdamer Straße bildete zusammen mit weiteren fünf Straßen in den 20er Jahren den verkehrsreichsten Platz Europas, so dass man sich hier genötigt sah, die erste Lichtsignalanlage Europas (vulgo: Verkehrsampel ) zu errichten (1925). Ein Nachbau – mit waagerechten (!) Lichtzeichen – befindet sich als Uhrenturm 50 m vor dem Eingang zum Panorama Punkt.
Im 2. Weltkrieg versank hier alles in Schutt und Asche – bis auf das Weinhaus Huth, das ein Stahlskelettbau war (und nunmehr unter Denkmalsschutz steht). Da in den Nachkriegsjahren hier die Sektorengrenze zwischen Ost und West verlief, wurden nach dem Abräumen der Trümmer auch keine neuen Bauvorhaben geplant. Beim Volksaufstand am 17. Juni 1953 spielte der Platz noch einmal eine Rolle, weil sich hier Demonstranten, die die Parteizentrale der SED gestürmt hatten, vor den russischen Panzern in Sicherheit brachten. Auch fanden hier bis 1961 (Mauerbau!) bei der Straßenbahn die Wechsel zwischen dem Personal der BVG (West) und BVB (Ost) statt, denn man hatte ja zwei unterschiedliche Währungen und Verkehrstarife.
Nach dem Mauerbau versank der Platz endgültig in einem Dornröschen-Schlaf, der erst mit dem 9.11.1989 (Öffnung der DDR-Grenzen) endete. Hier wurden auch drei Tage später mit einem Kran tatsächlich die ersten Segmente aus der Mauer weggehoben, um einen zusätzlichen Übergang zu schaffen. Es gab kaum einen Berliner, der dabei keine feuchten Augen bekommen hatte.

Die „Nachwende-Zeit“
Über die Planung des Platzes danach zu debattieren ist völlig müßig, der Berliner Senat war pleite und froh, zugkräftige Investoren (Daimler Benz und Sony) gefunden zu haben. Es entstand die größte Baustelle Europas, teilweise wurde unter Wasser gebaut, ein neuer unterirdischer Fernbahnhof entstand, der mit den alten Bahnhöfen der U- und S-Bahn verbunden werden musste, ein denkmalsgeschützter Prachtsaal musste erhalten und verlegt werden, alles zu besichtigen von einer eigens erstellten Info-Plattform. Eine Videodokumentation darüber gibt es in jedem Souvenir-Shop. Die Bauhöhe, die weit über der (eigentlich verbindlichen) Berliner Traufkante von ca. 22 m liegt, sollte die Bedeutung dieses zentralen Platzes betonen, nachdem durch die Planung des Kulturforums von 1963 (Bau der Staatsbibliothek von Scharoun) der alte Grundriss schon nicht mehr möglich war. Zwischen alter und neuer Potsdamer Straße steht nunmehr der „Kollhoff-Tower“ mit dem Panorama Punkt, mit einer Fassade, die an klinkerexpressionistische Hochhäuser New Yorks erinnern soll.

Nota bene!
Da die alten Grundrisse des Potsdamer Platzes nicht mehr galten, musste ein neues Kataster erstellt werden, wobei es um die Hausnummer EINS ein ziemliches Gerangel gab.
Der Kollhoff-Tower hat das Rennen gemacht, der Eingang zum Panorama Punkt ist in der Potsdamer Straße Nummer 1 !!


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Erwin K.   |   2014-09-21 20:15:36
Hier bin ich bestimmt schon x-mal vorbeigelaufen, ohne die tolle Aussicht wahrzunehmen. Das schöne ist, dass man oben fast immer einen Fensterplatz (im Café) bekommt, weil es Anderen wohl ebenso ergangen ist. Noch ist es fast ein Geheimtipp, eigentlich dürfte ich nicht zu viel loben, aber Eure Seite ist so toll, dass ich Euch trotzdem für diesen Tipp 5 Sterne gebe !!





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