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Märkisches Museum

 
 
 
 
 
 
 
Am Köllnischen Park 5, 10179 Berlin
Mitte


Berlin ist eine Museumsstadt, man könnte ganze Jahresurlaube mit dem Besuch verschiedenster Museen verbringen, und einige, die das auch machen, denken dann immer zuerst an das Pergamon-Museum. Aber wer der Faszination von Berlin erliegt, kann sich sinnvollerweise auch mal mit der Berliner Stadtgeschichte auseinandersetzen – und nicht ausgerechnet mit den „ollen Griechen“. Hier empfehlen wir den Besuch des Märkischen Museum, das immer etwas abseits liegt und häufig auch übersehen wird, obwohl es sogar eine eigene U-Bahn-Station hat (Linie 2).

Von weitem wird der Bau auch gerne für eine Kirche gehalten, wovon wir in Berlin ebenfalls viele haben. Kein Wunder: In der Gründerzeit hat die Ehefrau des Kaisers mittels „Fundraising“ der Stadt Berlin ca. 75 Kirchen beschert, eine größer als die andere, was ihr den Namen „Kirchen-Juste“ beim einfachen Volk einbrachte.

Das etwas finster aussehende Märkische Museum ist aber keine solche, sondern ein geplanter Museumsbau, in dem die verschiedenen Baustile Deutschlands dargestellt werden sollten. Der Stadtbaurat Ludwig Hoffmann hatte die Idee und den Auftrag dafür, gruppiert den Museumsbau um zwei Innenhöfe (in einem ist ein nettes Café) und setzt einen mächtigen Turm als Ausrufungszeichen an die Spree, der der Bischofsburg von Wittstock/Dosse nachempfunden ist.

Im Inneren wird speziell auf die Stadtgeschichte Berlins eingegangen (Dauerausstellung „Hier ist Berlin“), es gibt ein Museumslabor und ein ausgewähltes Führungs- und Workshop-Programm, auch einstündige Führungen, da man einige Exponate sicherlich kritisch hinterfragen muss (z.B. das Krönungsbild von Kaiser Wilhelm I.).

Am jeweils 1. Mittwoch eines Monats ist der Eintritt frei!

Einige Hinweise zum Umfeld :
Wenn man schon einmal hier ist, sollte man in die offene Dauerausstellung des Senats für Verkehr gehen (Am Köllnischen Park 3), wo Modelle der alten und der neuen Planung der Stadt Berlin besichtigt werden können – auch die ehemalige Planung der DDR ist dort zu sehen (unter völliger Ignorierung der anderen Stadthälfte !).

Die vor dem Museum stehende Skulptur vom „Pinselheinrich“ (Heinrich Zille) erinnert an eine Ausstellung zu seinem 70. Geburtstag 1928, als das Museum einen unerwarteten Massenansturm des Berliner Proletariats auffangen musste. (Wer nicht weiß, wer Heinrich Zille war, kennt Berlin und die Berliner nicht!).

10 m weiter ist der Bärenzwinger des Berliner Stadtbären, der nunmehr ein Witwer ist. Hier entbrennt gerade ein Konflikt im Spannungsfeld zwischen Tradition und artgerechter Tierhaltung, der Ausgang ist derzeit noch ungewiss.

Und direkt am Wasser können Sie den Traditionshafen der Dampfschiffe besuchen mit dem Theaterkahn und dem Kulturkahn Helene. Dabei hat man eine einmalige Aussicht auf die Stadtschleuse und den Mühlendamm und kann bei einem Latte Macciato die Gedanken an die Gründung Berlins schweifen lassen (ca. 1236), als sich am Mühlendamm noch keine Brücke, sondern nur eine Staustufe befand. Hier mussten die Treidelkähne zwischen Köpenick und Spandau, jeweils ältere Städte als Berlin, umgeladen werden, und daraus entwickelte sich dann der Marktflecken Berlin & Cölln.

Kurz gesagt: Berlin war mal der Wasserrastplatz zwischen Köpenick und Spandau, und beide Städte waren dann auch entsprechend pikiert, als sie im Zuge der Gebietsreform von 1920 ihre Eigenständigkeit verloren und zu einfachen Bezirken der Reichshauptstadt wurden. Auch das werden Ihnen alte Berliner alles erzählen können, aber vielleicht erfahren Sie das ja auch im Märkischen Museum!


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