English · Deutsch
Home  ›  SightSPOTS ›  Checkpoint Charlie 

Checkpoint Charlie

 
 
 
 
 
 
 
Friedrichstraße 43-45, 10117 Berlin
Mitte


Der Checkpoint Charlie ist einer der kuriosesten Touristenmagneten im heutigen Berlin,

dessen Bedeutung vom Berliner Senat anfangs deutlich unterschätzt worden ist. An der Grenze zwischen Kreuzberg und dem Bezirk Mitte auf der Friedrichstraße gelegen war er während der Zeit der Spaltung Berlins eine GÜST (Grenzübergangsstelle) ausschließlich für Diplomaten und Ausländer, die aufgrund der „Berlin Krise“ vom Oktober 1961 in die Öffentlichkeit rückte.


Die heutige Situation

Eine Kreuzung im eng bebauten Stadtgebiet, einige Brachflächen, die von temporären Ausstellungen, Andenken-Kiosken und fliegenden Händlern genutzt werden, eine Verkehrsinsel mit einer (nachgemachten) Postenbaracke inkl. einiger Sandsäcke und Warnschilder, ein (privates) Museum über die Geschichte der Spaltung Berlins (http://www.mauermuseum.de/) und einige uniformierte Statisten, die für Fotos posieren, ferner hunderte von Touristen, die den Kick des kalten Krieges suchen und ein ständiges Verkehrschaos. Der Original-Kontrollpunkt wurde im Zuge der Wiedervereinigung fürs Alliierten-Museum abgebaut, nur die Tatsache, dass dieser Ort derart stark von Touristen aufgesucht wurde führte zu dem o.a. Nachbau. Der endgültige Zustand dieser Straßenkreuzung steht noch nicht fest.


Die Vorgeschichte

Wir befinden uns auf der Friedrichstraße, die im Vorkriegsberlin eine der wichtigsten Berliner Geschäftsstraßen war. Sie war damals auch ein Teil der Reichsstraße 96 (R 96), die später als F 96 - die längste Straße der DDR - vom Fährhafen Sassnitz bis in den äußersten Zwickel der Republik nach Zittau reichte. Innerhalb Berlins ist die 96 die Reinickendorfer -, die Chausseestraße, der Tempelhofer, Mariendorfer und Lichtenrader Damm und sollte bei der Umgestaltung Berlins in die Reichshauptstadt GERMANIA eine bedeutende Rolle spielen.

Nach dem Krieg wurde durch die Spaltung Berlins der Verlauf der 96 mehrfach unterbrochen und daher umgelegt, so dass wir heute in Berlin zwei Bundesstraßen (die B 96 und die B 96a) mit vollkommen unterschiedlichem Verlauf haben. Auf der alten 96 errichteten die Amerikaner einen Checkpoint für ihr Personal, das in den Osten einreisen wollte eben auf dieser Straße. Nach Helmstedt und Dreilinden (Alpha + Bravo) war dies der dritte alliierte Kontrollpunkt, also nach amerikanischem Alphabet hieß er dann „Charlie“ = C.
Der Mauerbau vom August 1961 war nur eine der vielen Berlin-Krisen, damit verbunden war auch das Ansinnen der UdSSR, die Kontrolle der Amerikaner an die DDR zu übergeben, was den alliierten Regelungen widersprochen hätte. Nachdem die US-Amerikaner sich geweigert hatten, sich von diesen kontrollieren zu lassen, kam es zu dem bekannten Show-Down vom Oktober 1961, bei dem sich russische und amerikanische Panzer auf einigen Metern schussbereit gegenüber standen. Zu einem Schusswechsel kam es dann glücklicherweise nicht, aber es gab auch später diverse Fluchtversuche und Demonstrationen am Checkpoint Charlie, die den Bekanntheitsgrad dieses Ortes verstärkten, bis hin zu einem Film mit dem Titel „Die Frau vom Checkpoint Charlie“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Frau_vom_Checkpoint_Charlie)

Derzeit kann man die Szenerie des Ortes in dem Panorama von Asisi nachempfinden (http://www.asisi.de/index.php?id=7#asisi_index_id_71), auch gibt es neben dem o.a. Museum auf der Ecke Zimmerstraße eine Ausstellung über den „Kalten Krieg“, Dauer unbekannt.


Hinweis

Direkt unter der Friedrichstraße verläuft in nur 3 m Tiefe eine Untergrundbahn der BVG. Diese Linie hatte früher Anfang und Ende jeweils in West-Berlin, war also in der Zeit der Teilung eine der drei Tunnelbahnen mit Geisterbahnhöfen, d.h. konnte von Ostberlinern nicht betreten werden, da die Bahnhöfe alle (bis auf einen) versiegelt wurden. Über dieses Absurdum gibt es eine kleine Ausstellung im Zwischengeschoss der Station Nordbahnhof, an der man oft vorbeigeht!
Also von hier mit der U-Bahn zum Bf. Friedrichstraße, dort umsteigen in die (unterirdische) S-Bahn und bis Nordbahnhof fahren. Sehenswert !





Kundenmeinungen

Die hier eingetragenen Unternehmen können weder für Änderungen noch für Löschungen der Einträge bezahlen. So kann MyStyleSpotHunter stets zuverlässige und vertrauenswürdige Meinungen zu den jeweiligen Einträgen bieten.




Hinterlasse Deine Bewertung
Deine Bewertung wurde erfolgreich gesendet
Dein Name:
Kommentar:

Preise
 
 
 
 
 
 
Lage
 
 
 
 
 
 
Personal
 
 
 
 
 
 
Service
 
 
 
 
 
 
Öffnungszeiten
Montag
00:00 - 24:00 Uhr
Dienstag
00:00 - 24:00 Uhr
Mittwoch
00:00 - 24:00 Uhr
Donnerstag
00:00 - 24:00 Uhr
Freitag
00:00 - 24:00 Uhr
Samstag
00:00 - 24:00 Uhr
Sonntag
00:00 - 24:00 Uhr


Styles








Über uns App Impressum AGB Presse Kontakt
© 2017 Copyright by myStyleSpotHunter. All rights reserved.