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Einkaufen in Berlin

Berlin – das wieder aufgelebte Einkaufsparadies!

In Berlin konnte man früher – und mittlerweile wirklich wieder – hervorragend einkaufen. Das war leider nicht immer so!


Der Aufstieg Berlins zur Modemetropole beginnt bereits vor 178 Jahren, im Jahr 1835. Das erste Bekleidungsfachgeschäft eröffnet und macht dem klassischen, teuren Schneiderhandwerk Konkurrenz mit maschinell gefertigten, modischen, erschwinglicheren Kleidern. Ein neuer Trend war geboren, der den Beginn der Berliner Konfektion einleitete. Man ging nicht mehr zum Schneider, sondern “en vogue” war es, nun seriell gefertigte Kleidungstücke “von der Stange” in in edlen Kaufhäusern zu kaufen – allen voran im neuen Wertheim am Leipziger Platz. Das führte dazu, dass sich schnell immer mehr Konfektionäre in der Gegend rund um den Hausvogteiplatz ansiedelten. Diese extrem kreative Stimmung potenzierte sich in jedem Einzelnen und schnell mutierte Berlin zur Modemetropole Deutschlands.


In den zwanziger Jahren hatte Berlin es geschafft: es war überall Vorreiter, so auch in der Mode. Die neue Mode bedeutete für Filmdiven wie auch für einfache Verkäuferinnen ein neues, freies Lebensgefühl. Die neuen Hängerkleidchen zeigten plötzlich viel Bein und die neuen Kurzhaarschnitte legten den Hals und den Nacken frei, akzentuiert mit Hüten aller Variationen. Filmdiven wie Marlene Dietrich oder Opernstars wie Fritzi Massary repräsentierten das Bild der neuen Großstadtfrau. Die Berliner Mode wird zum Exportschlager, vor allem auch in die USA und mausert sich zum drittgrößten Wirtschaftsfaktor.


Der Hype um die Berliner Mode erlebte ein jehes Ende mit der Machtübernahme der Nazis. Die Rassenpolitik und zuletzt der Weltkrieg zerstörten die Berliner Modeszene nachhaltig. Viele der jüdischen Geschäftsleute (90% der Konfektion befand sich im jüdischen Besitz) waren gezwungen zu emigrieren, ihre Unternehmen und Geschäfte wurden arisiert und zwangskollektiviert und mit dem Ende des Krieges lagen dann auch die einst beliebten Kaufhäuser in Schutt und Asche! Dies besiegelte das Ende einer glanzvollen Dekade der Berliner Mode.


Während des Wiederaufbaus kann sich die Berliner Bekleidungsszene noch einmal für ein paar Jahre wieder aufrappeln und wird zu einem wichtigen Produktionsstandort. Konfektionäre wie Uli Richter, Heinz Oestergaard und Staebe-Seger machen Pariser Haute Couture für die Berlinerin tragbar und den “Berliner Chic” berühmt.


Doch mit dem Bau der Mauer und der Isolierung Westberlins verschlechtert sich die Lage für die Berliner Bekleidungsindustrie zunehmend. Ein Viertel der Unternehmen muss schließen. Viele verlassen Berlin, um im Westen weiterzumachen, genauer gesagt in Düsseldorf. Die Berliner Mode verschwindet fast vollständig von der Bildfläche.


Als eine der Ersten versucht in den 80er Jahren Claudia Skoda ihr Glück wieder in Berlin. Die Euphorie um die Wende und die damit verbundene Aufbruchstimmung ziehen weitere Kreative aus aller Welt nach Berlin, die versuchen, sich mit einem sehr eigenwilligen Modestil – einem Mix aus Couture und Streetwear – einen Namen zu machen.


Um die Jahrtausendwende hat sich die Berliner Modeszene wieder erholt. Sie zeigt sich mit einer hohen Professionalität der Modefachwelt auf Modefachmessen in Berlin wie der Bread&Butter, der Premium und der Mercedes Benz Fashion Week. Einige der Berliner Labels erreichen weltweite Bekanntheit und prägen das Berliner Modebild wie z.B. lala Berlin, Kilian Kerner, Kaviar Gauche, Michalsky usw.


Auch viele Internationale Designer und Marken zieht es inzwischen wieder nach Berlin. Und so wird der Ku’damm wieder zu der Luxusmeile von Berlin, an der sich alle namhaften internationalen Labels präsentieren.






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